Wie lange noch?

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Gletscher | News im Netz | Quelle: unsplash.com

Durch den weltweiten Klimawandel und der damit verbundenen Erw√§rmung, nehmen die Gletscher weltweit an Masse ab. Viel der jahrtausendealten Landschaftsformer und Trinkwasserlieferanten k√∂nnte bis zum Jahr 2100 verschwunden sein. Die Folgen f√ľr Umwelt und Menschen sind katastrophalen.

Glaziologen, so nennt man Forscher, die sich mit Gletschern befassen, vermessen die Eisdicke und die Geschwindigkeit ihres R√ľckgangs. Zu ihren Forschungsaufgaben geh√∂rt auch die Entnahme von Eisbohrkerne aus der Tiefe. Mit Hilfe dieser versuchen sie die Entstehungsgeschichte der Gletscher zu analysieren. Glaziologen besch√§ftigen sich auch mit der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Klimaerw√§rmung und Gletscherschmelze gibt.

Gletscher (Bild nicht verf√ľgbar)

In Deutschland gibt es heute noch insgesamt 5 Gletscher.

  1. Nördlicher Schneeferner
  2. S√ľdlicher Schneeferner,
  3. Watzmanngletscher,
  4. Höllentalferner
  5. und Blaueisgletscher.

Alle liegen in den bayerischen Alpen. Ihre Gesamtfläche beträgt fast 100 Hektar. Das entspricht ungefähr der Größe von 100 Fußballfeldern. Der größte Gletscher ist der Nördliche Schneeferner an der Zugspitze. Er hat eine Fläche von ca. 0,5 Quadratkilometern. An heißen Sommertagen verliert er bis zu 35 Millionen Liter Wasser. Zum Vergleich: Das sind ungefähr 10 Olympia-Schwimmbecken voll mit Wasser. Sollte der Schneeferner weiter in diesem Tempo schmelzen, ist er in wenigen Jahren verschwunden sein.

Es gibt alarmierende Messungen von Satelliten. Diese zeigen, dass Grönland zwischen den Jahren 2002 und 2011 zirka sechsmal mehr Eismasse verloren hat als in den zehn Jahren davor. Die Eisberge, die auf dem Eisfjord im Westen Grönlands treiben, zählen zu den produktivsten Gletschern auf der Nordhalbkugel. Aus dieser Region stammt auch der Eisberg, mit dem 1912 die Titanic kollidierte.

Gletscher (Bild nicht verf√ľgbar)

Der Campo de Hielo Sur ist, neben der Antarktis, auf der S√ľdhalbkugel das gr√∂√üte Gletschergebiet. Es gilt als drittgr√∂√ütes S√ľ√üwasserreservoir der Erde. Das Gletschergebiet geh√∂rt zu Chile und Argentinien.

Als einzig dauerhaft vereister Punkt auf dem √Ąquator, galt lange Zeit der Gletscher des Vulkans Cayambe in Ecuador. Seit 2006 ist dieser jedoch nicht mehr ganzj√§hrig vereist, was eine Folge des Gletscherr√ľckgangs ist. Auch die Gletscher des Himalayas sind von der Schmelze betroffen. Mit fatalen Folgen, sind doch die Staaten China, Indien und Pakistan auf die Wasserversorgung aus dem Himalaya angewiesen.

Gletscher (Bild nicht verf√ľgbar)

Sollte wirklich ein Gletscher einmal verschwinden, hat dies enorme Auswirkungen auf das Leben in seiner Umgebung. Viele Länder befassen sich mittlerweile mit dem Thema Klimaschutz und Klimaerwärmung, doch längst nicht alle. So stiegen die USA beispielsweise aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus. Ein fataler Fehler, denn eine positive Auswirkung auf das Klima wird sich erst einstellen, wenn alle Länder sich an die Abkommen und Klimaschutzbestimmungen halten.

China galt lange als ‚ÄěKlimakiller‚Äú, war es doch das Land mit dem h√∂chsten CO2-Aussto√ü der Erde. Doch China bem√ľht sich mittlerweile um Klimaeffizienz wie beispielsweise durch die Subventionierung von Elektroautos oder mit der Schlie√üung von Kohlekraftwerken.

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