Körperwelten

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Den Aufbau des menschlichen K√∂rpers kennen wir alle aus der Schule, doch in echt gesehen haben die meisten ihn nur von Au√üen. Um einmal einen Blick unter die Haut zu werfen und Organe, Blutgef√§√üe, Nervenbahnen und vieles mehr aus n√§chster N√§he zu sehen, kam Gunther von Hagens, auf die Idee, plastinierte Menschen, Organe, Muskeln und vieles mehr in einer Ausstellung f√ľr alle Sichtbar zu machen.

Die AusstellungGymnast_(2968260843)
„K√∂rperwelten“ sind¬†mehrere¬†Wanderausstellungen die es seit 1996 gibt. Erfinder der¬†Ausstellungen ist der Anatom Gunther von Hagens. Die¬†Ausstellungen dient der Aufkl√§rung √ľber den K√∂rper des Menschen. Hierf√ľr werden in den¬†Ausstellungen¬†plastinierte menschliche K√∂rper verwendet.¬†Durch dieses Verfahren haben die Besucher der Ausstellungen die M√∂glichkeit, „echte“ K√∂rper und Organe zu bestaunen.¬†Aufgrund dieser Exponate sind die¬†Ausstellungen auch sehr umstritten. Die K√∂rper werden zum Teil gespendet die die Menschen zu Ihren Lebzeiten verf√ľgt haben um auch noch nach ihrem Tod noch anderen Menschen von Nutzen sein k√∂nne. Manche K√∂rper werden¬†allerdings auch gekauft.

Großer Erfolg
Mit mehr als 45 Millionen Besucher z√§hlen die K√∂rperwelten zu den erfolgreichsten¬†Ausstellungen weltweit. Seit 1995 wandert die Ausstellung schon weltweit rum und waren schon in √ľber 115 St√§dten √ľberall auf dem Globus.

Kritik der Kirche –¬†Moral und Ethik
Nat√ľrlich gibt es gespaltene Meinungen √ľber die zur Schaustellung einstiger Menschen in den unterschiedlichsten Stellungen. So √ľbte zum Beispiel die Kirche massive Kritik an den K√∂rperwelten. Ihrer Meinung nach w√ľrde man dadurch nur Versuchen „Kapital aus den Menschen zu schlagen“. Ebenfalls sehen Sie die W√ľrde der Verstorben¬†mit F√ľ√üen getreten. Jedoch sagen Sie¬†im Gegenzug auch, dass ein jeder f√ľr sich selber Entscheiden muss was man f√ľr Ethisch/Moralisch Vertretbar h√§lt.

„Museum auf Tour“
Heidelberg war der erste „feste“ Standpunkt einer K√∂rperwelten Ausstellung. Seit September 2017 ist sie im „Alten Hallenbad“ (Heidelberg) ausgestellt. Dies freute den Sch√∂pfer der K√∂rperwelten Gunther von Hagens sehr, da nun die Ausstellung wieder bei „ihren Wurzeln“ zur√ľckgekehrt sei. Die Ausstellung in Heidelberg tr√§gt den Titel „Anatomie des Gl√ľcks“ welche den Besucher versucht zu zeigen, dass der K√∂rper und das pers√∂nliche Zufrieden sein, eng miteinander verkn√ľpft ist.

Plastination – Wenn aus Menschen Figuren werden
Die¬†Plastination¬†ist ein¬†Konservierungsverfahren f√ľr¬†verwesliche biologische Pr√§parate. Sie wird haupts√§chlich zur Konservierung von ganzen K√∂rpern oder einzelnen K√∂rperteilen verwendet und wurde ebenfalls von Gunther von Hagens in der Universit√§t Heidelberg entwickelt.

Gunther von Hagens – „Der Erfinder“GuntherVonHagens_Cologne2000
Von Hagens ist am 10. Januar 1945 im Reichsgau Wartherland¬†(Deutschland) geboren. Damals hie√ü er noch Gunter Gerhard Liebchen. Von Hagens studierte ab 1965 Medizin in diversen Universit√§ten. Nach¬†seinem Staatsexamen arbeitete er als Assistenzarzt in verschiedenen Krankenh√§usern, bis er 1975 an der Heidelberger Uniklinik promoviert. 1977 begann von Hagens sich mit Impr√§gnierung von anatomischen Pr√§paraten zu besch√§ftigen und erfand so die Plastination. Dies perfektionierte er sogar soweit das es ihm m√∂glich war ganze Elefanten zu plastinieren. Von Hagens ist zum zweiten mal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe √ľbernahm er den Nachnahmen „von Hagen“ und ist Vater von drei Kindern. Er ist immer noch mit seiner Frau Angelina Whaley verheiratet die ebenfalls √Ąrztin ist. 2010 wurde bekannt das von Hagens am idiomatischen Parkinson-Syndrom (kurz auch IPS), ein unheilbares Nervenleiden, erkrankt ist.

 

Wir danken Frau Strasser, f√ľr die Mitnahme zu diesem interessanten Ausflug.

Text (Wikipedia, Körperwelten, Redaktion)
Bild (Wikipedia, Wikipedia, Unsplash)