Pfand? Was ist neu?

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Flaschen | © Jonathan Chng

Eine wichtige Neuerung gibt es seit Jahresanfang im Pfandsystem. Damit verbunden ist das neue Verpackungsgesetz. Das Verpackungsgesetz (VerpackG) betrifft alle Hersteller, (Online-)Händler und Importeure, die Verpackungen in Deutschland in Umlauf bringen.

Was ist neu beim Pfandsystem?

Supermärkte müssen ab dem 1. Januar 2019 für jeden sichtbar kennzeichnen, wo Einweg- und wo Mehrwegflaschen stehen. Damit will man den Kunden helfen, sich bewusster zu entscheiden. Eine weitere Veränderung gibt es bei anderen Getränken. Es gibt eine Pfandpflicht auf Einweg-Verpackungen mit Frucht- und Gemüse-Nektargetränken mit Kohlensäure. Dazu zählen zum Beispiel Apfelschorlen, die mit Nektar gemischt wurden. Davon betroffen sind auch Mischgetränke mit Molkeanteil von mehr als 50 Prozent die zukünftig auch pfandpflichtig sind. Für diese Produkte werden künftig 25 Cent Pfand fällig.

Ohne Pfand bleiben weiterhin Verpackungen, die als ökologisch gelten. Dazu zählen Getränkekartons, Schlauch – und Standbeutelverpackungen. Gleiches gilt für Wein, Schnaps und Kindernahrung.

Was besagt das Verpackungsgesetz?

Das Ziel ist es, das Recycling von Verpackungsabfällen noch stärker zu fördern bzw. Verpackungen zu vermeiden. Alle Beteiligten müssen Verantwortung für Rücknahme und Verwertung ihrer Verpackungen übernehmen. Das Verpackungsgesetz soll sicherstellen, dass sich diejenigen, die Verpackungen in Umlauf bringen, vollumfänglich an den Kosten für die Erfassung, Sortierung und Verwertung beteiligen. Die Änderungen betreffen sowohl die Verbraucher als auch Wirtschaft und Handel. Die Händler sollen angeregt werden, recycligfähige Verpackungen zu verwenden. Damit möchte man in Zukunft höhere Recyclingquoten erreichen.

Für den Verbraucher soll das neue Gesetz mehr Transparenz bringen, wie oben im Abschnitt „Was ist neu beim Pfandsystem“ beschrieben.